Berufsausbildung:
In Deutschland ist es leichter, hoch komplizierte Kapitalmarktprodukte zu
verkaufen, als eine Pommesbude zu eröffnen
Von Peter Edinger,
Bielefeld
ehemaliges Vorstandsmitglied des Bundesverband Finanz- Planer
Fortsetzung:
Eine
Vorstufe zum Fachwirt ist der Fachberater für Finanzdienstleistungen. „Vermittler,
die Standardprodukte für Privatkunden anbieten, sollten wenigstens den Abschluss
„Fachberater“ haben, meint Peter Edinger, Mitglied der Prüfungskommission
für diese Ausbildungsgänge in Bielefeld.
Darüber hinaus gibt
es noch eine Vielzahl von Qualifikationsmaßnahmen der Verbände. Zum
Beispiel bietet das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft die
Ausbildung zum Versicherungsfachmann an – quasi die Grundausbildung für
den Außendienst. Wer sie absolviert, bekommt den grünen Ausweis der
Versicherungswirtschaft.
Das Gleiche in Blau bietet das Berufsbildungswerk
der Bausparkassen. Der Absolvent nennt sich dann Bauspar- und Finanzierungsfachmann.
Der Bundesverband Finanz-Planer e.V., Verband der unabhängigen
Finanzexperten, bietet die Ausbildung zum „Geprüften Finanzplaner“
in mehreren Disziplinen an, beispielsweise für Baufinanzierung oder für
Investmentplanung. Über eines muss sich der Kunde eines Vermittlers auf jeden
Fall im Klaren sein: Geprüft wird Wissen und nicht Charakter. Vermittler
von Kapitalanlagen leben vom Verkaufen – genauso wie der Inhaber einer Pommesbude.
Weitere Informationen:
Peter Edinger
Versicherungsfachwirt (IHK)
und Immobilienökonom (ebs)
Mitglied im Bundesverband-Finanz-Planer e.V.
Schulstraße 43
33647 Bielefeld
Tel: 0521/410410
Fax:
0521/410480